Solidarisch pilgern

Schritt für Schritt Gutes tun

Pilgern ist für mich weit mehr als nur Wandern. Es bedeutet, unterwegs zu sein, Neues zu entdecken, Menschen zu begegnen, die Natur zu erleben und immer wieder auch zu mir selbst zu finden. Ich liebe es, über viele Tage hinweg zu Fuß unterwegs zu sein, mit allem, was ich brauche, im Rucksack. Schritt für Schritt, Kilometer für Kilometer.

Irgendwann entstand dabei ein Gedanke: Warum nicht meine Freude am Pilgern mit etwas Gutem verbinden? Warum nicht aus den vielen Kilometern, die ich ohnehin gerne gehe, etwas machen, das anderen Menschen hilft?

So entstand die Idee zu Solidarisch pilgern.


Pater Müller von einer Zypresse auf einer Mauer sitzend, im Hintergrund ein altes Gebäude und ein Schild mit der Aufschrift "The End of the West Highland Way"

Seitdem verbinde ich meine Pilgerwege mit einem konkreten sozialen Projekt. Für jede Pilgerreise suche ich mir eine Initiative aus, die Menschen unterstützt, die Hilfe, Begleitung oder neue Perspektiven brauchen. Besonders am Herzen liegen mir dabei Projekte, die ganz konkret etwas im Leben anderer verändern und deren Arbeit häufig nicht die öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

Die Idee ist einfach: Ich gehe – und andere helfen mit.

Menschen, Unternehmen und Einrichtungen können meine Pilgerreise mit einer Spende unterstützen. Ob mit einem festen Betrag, einer Spende pro Kilometer oder einfach als Zeichen der Solidarität: Jeder Beitrag zählt. Die gesammelten Spenden kommen dem jeweiligen sozialen Projekt zugute.

Dabei geht es mir nicht um sportliche Höchstleistungen oder darum, möglichst viele Kilometer zurückzulegen. Es geht um die Erfahrung, dass aus etwas, das mir persönlich Freude bereitet, etwas Wertvolles für andere entstehen kann.

Und noch etwas ist mir wichtig: Auf meinen Wegen bin ich zwar oft allein unterwegs, aber durch die vielen Menschen, die meine Projekte unterstützen, wird aus einer persönlichen Pilgerreise eine gemeinsame Sache. Menschen machen sich auf unterschiedliche Weise mit auf den Weg – durch ihre Spende, ihre Ermutigung, ihr Interesse oder ihre guten Wünsche.

Solidarisch pilgern bedeutet für mich deshalb: Das tun, was ich liebe, und damit etwas bewegen.

Denn manchmal braucht es gar keine großen Dinge, um etwas Gutes zu bewirken. Manchmal genügt es, sich auf den Weg zu machen. Und andere einzuladen, ein Stück dieses Weges mitzugehen.

Jeder Schritt zählt. Jeder Beitrag hilft. Gemeinsam können wir etwas bewegen.


P. Andreas Müller | Schöndorfer Str. 20 | 54292 Trier
© Solidarisch Pilgern